Der Hochfelln
der Aussichtsberg in Bayern

Seit 1890 ein beliebtes Ziel

Schon kurz nach dem Erbau des Hochfellnhauses 1890 wurde es zum beliebten Ausflugsziel der Bevölkerung. Der von Pfarrer Otto v. Mayer gegründete Hochfellnhausverein förderte das Bergsteigen und -wandern und gilt als Pionier des Fremdenverkehrs.
Der Transport der Lasten ging über viele Jahre nur mit Maultieren und Esel. Teilweise wurde sogar auf Träger zurückgegriffen.
Gegründet und Erbaut wurde es vom Hochfellnhausverein!
Dieser Verein bestand aus angesehenen Bürgern des Chiemgaus, die aus Liebe zu den Bergen, am Hochfelln ein Unterkunftshaus und eine Kapelle errichteten.
Als erstes, was man zur Verwirklichung dieses Plans in Angriff nahm, war der Ankauf des “Stockreiter Kaser”.
Dieser wurde als Zwischenstation genutzt, da der Transport der erforderlichen Baumaterialien nicht in einem Tag bewältigt werden konnte.
Der “Stockreiter Kaser” ist noch heute im Familienbesitz und ist als Bründlingalm bekannt.
Steine und Kalk, die erforderlich waren, wurden übrigens direkt auf dem Gipfel gewonnen, noch heute sind Spuren davon in der so genannten Sandgrube zu sehen. (Teil des Gipfelrundwegs)
Der Transport der Baumaterialien wurde Mithilfe von Pferden und Mulis bewerkstelligt. Sehr sperrige Güter wurden von angeheuerten Trägern in tagelanger Arbeit auf den Gipfel getragen.
Die Taborkapelle gehörte lange Zeit auch dem Hochfellnhausverein und anschließend der Fam. Schweizer/Maier. Sie wurde jedoch durch eine Schenkung an die Kath. Kirche abgegeben.
Seit 1919 ist das Hochfellnhaus im Familienbesitz der Familie Maier.
1932 wurde wegen des größeren Kundenzulauf eine gebrauchte Materialseilbahn gekauft und mit den Planungen zur Errichtung begonnen. Da 1933 die Machtergreifung der NSDAP war, und Alois Maier I die Amerikanische Staatsbürgerschaft gehabt hat, wurde der Bau verboten. Nach dem Krieg wurde die Planung wieder begonnen und 1951 die Seilbahn für den Materialtransport in Betrieb genommen.
Durch den Bau der Personenbahn war es notwendig die Gasträume zu erweitern, 1971 konnte man den jetzigen Anbau abschließen.
Seit 2000 wird das Hochfellnhaus mit einem BHKW mit elektrischem Strom und Wärme versorgt. Die gemessene Wirkleistung von 92% reduziert den CO2 Ausstoß sehr stark.
Im Februar 2009 kam es wegen riesigen Schneefällen zu einer Lawine die die komplette Materialseilbahn zerstörte. Der Wiederaufbau verschlang enorme Geldsummen, nur durch Spenden konnte dies bewerkstelligt werden. 

Auch heutzutage hat es keinen festen Wasser- und Stromanschluss. Deshalb ist auch noch mehr vom typischen Almleben erhalten.